Steinkohlekraftwerk Ibbenbüren
Der 752 Megawatt Steinkohleblock erzeugte am 19. Juni.1985 erstmals Strom. Die Anlage wird seither im Grund- und Mittellastbereich eingesetzt. Für die Verstromung der von der benachbarten Zeche geförderten niederflüchtigen Anthrazitkohle ist eine Schmelzkammerfeuerung erforderlich. Der Ibbenbürener Schmelzkammerkessel ist weltweit der größte Kessel dieser Bauart. Neben dem Hauptbrennstoff, der Ibbenbürener Anthrazitkohle, wird Heizöl als Zünd- und Stützbrennstoff sowie Petrolkoks eingesetzt.
Aus Staub wird Baustoff
Die umfangreichen Anlagen zur Rauchgasreinigung bestehen aus Elektrofiltern zur Entstaubung, Entschwefelungsanlage und der Stickoxidreduzierung. In den Elektrofiltern werden die staubförmigen Aschepartikel aus den Rauchgasen abgeschieden und als Flugstaub in die Schmelzkammer zurückgeführt und eingeschmolzen. Das entstehende Granulat wird als Baustoff verwertet.
Gips für die Baustoffindustrie
Das bei der Verbrennung der Kohle entstehende Schwefeldioxid wird in der Entschwefelungsanlage durch Kalkmilch aus den Rauchgasen entfernt und als Gips in der Baustoffindustrie verwertet. Die Stickoxidreduzierung arbeitet nach dem Verfahren der selektiven katalytischen Reduzierung. Die im Rauchgas enthaltenen Stickstoffoxide werden durch Ammoniak (NH3) an einem Katalysator zu gasförmigem Stickstoff und Wasserdampf umgesetzt.
Alle Rauchgasreinigungsanlagen sind so ausgelegt und betrieben, dass die gesetzlich geforderten Grenzwerte sicher eingehalten werden.
| Kraftwerkstyp | Steinkohlekraftwerk |
| Einsatzbereich | Grund- und Mittellast |
| Inbetriebnahme | 19.06.1985 |
| Leistung (brutto) | 752 MW |
| Leistung (netto) | 709 MW |
| Rauchgasreinigung | Elektrofilter, Rauchgasentschwefelungs- und Entstickungsanlage |
Quelle: RWE Power AG
