Braunkohlekraftwerk Niederaußem
Das Kraftwerk Niederaußem wurde in den sechziger Jahren zunächst mit einer Gesamtleistung von 900 Megawatt (MW) als Kraftwerk Fortuna IV geplant; und zwar in Anlehnung an die inzwischen stillgelegten Kraftwerke Fortuna I, II und III, die von 1912 bis 1988 Strom erzeugten. Um dem Standort gerecht zu werden, wurde der Name in „Kraftwerk Niederaußem“ geändert.
Erweiterung auf acht Blockanlagen
Die erste Stromerzeugung erfolgte 1963 mit der Inbetriebnahme der 150-MW-Blöcke A und B. In den folgenden Jahren wurde das Kraftwerk auf eine Leistung von 2700 MW mit insgesamt acht Blockanlagen ausgebaut. Diese Leistung hat sich durch wirkungsgradverbessernde Maßnahmen an den Turbinen (Retrofit) seit 1994 auf 2.840 MW erhöht.
Emissionen einsparen - Wirkungsgrad erhöhen
Das Kraftwerk Niederaußem ist um einen BoA-Block mit einer Bruttoleistung von 1.000 MW erweitert worden. „BoA“ steht für: Braunkohlekraftwerk mit optimierter Anlagentechnik. Ziel ist die Reduzierung insbesondere der spezifischen CO2-Emissionen um jährlich bis zu drei Millionen Tonnen mit Hilfe der Wirkungsgraderhöhung auf über 43%. Auch Staub-, Schwefeldioxid- und Stickstoffoxidemissionen gehen ebenfalls um rund 30% zurück. Die erste Stromerzeugung erfolgte 2003.
| Kraftwerkstyp | Braunkohlengroßkraftwerk mit 9 Blöcken |
| Einsatzbereich | Grundlast |
| Inbetriebnahmen | 1963 - 2003 |
| Leistung (brutto) | 3801 MW |
| Leistung (netto) | 3554 MW |
| Gemittelter Braunkohleneinsatz 2004 - 2006 | 25,38 Mio. t/a |
| Anzahl der Blöcke | 150 MW (2 Blöcke) 300 MW (4 Blöcke) 600 MW (2 Blöcke) 1000 MW (BoA 1, 1 Block) |
| Gemittelte Bruttostromerzeugung 2004 - 2006 | 25,43 TWh |
Quelle: RWE Power AG
