Steinkohlekraftwerk Werdohl-Elverlingsen

Strom für die Region seit 1912

Das Kraftwerk Werdohl-Elverlingsen ist mit einer Gesamt-Erzeugungsleistung von 693 Megawatt (MW) das größte Kraftwerk der Mark-E. Rund 2.200 Millionen Kilowattstunden Strom werden jährlich an dem traditionsreichen Standort erzeugt. Hauptanteil haben die 1971 und 1982 errichteten Steinkohle-Blöcke E3 (186 MW) und E4 (301 MW). Die 1975 errichteten Gasund Dampfturbinenanlagen E1/E2 (206 MW) haben wir 1999 bzw. 2003 für die Bereitstellung von Spitzenlaststrom und Regelenergie umgerüstet. Gemeinsam mit den Steinkohle-Blöcken, die Grund- und Mittellast liefern, machen sie das Kraftwerk zu einem sehr flexibel einsetzbaren Baustein unserer Energiebeschaffung. Zum Kraftwerksstandort Elverlingsen gehören organisatorisch auch das Pumpspeicherwerk Rönkhausen und die drei Laufwasserkraftwerke an der Lenne. Neben Steinkohle, Erdgas und Wasserkraft nutzt Mark-E zur Energiegewinnung in Elverlingsen auch den Energiegehalt von Klärschlamm. Gemeinsam mit dem Ruhrverband betreibt Mark-E seit 2002 eine Wirbelschichtfeuerungsanlage zur thermischen Behandlung von Klärschlamm.

Auf Steinkohle spezialisiert

Bis zu 4.500 Tonnen Steinkohle werden heute täglich im Kraftwerk Elverlingsen in den Kesselanlagen der Blöcke E3 und E4 verbrannt. Angeliefert wird die Kohle überwiegend mit der Bahn. Vom Lagerplatz gelangt der Brennstoff per Förderband über die Tagesbunker in die Kohlenmühlen der Kesselhäuser. Dort wird er zu feinem Kohlestaub zermahlen, der dann in den Brennkammern gleichmäßig verbrennt.

Umweltschutz am Kraftwerksstandort

Verbrennt Kohle, entstehen Rauchgase. Sie enthalten Luftschadstoffe, die mit Rauchgasreinigungsanlagen auf ein für Mensch und Umwelt vertretbares Maß herauslöst werden.

Entstaubung der Rauchgase

Elektrofilter halten im Block E3 98,5 und im Block E 4 sogar 99,7 Prozent der Flugasche, die bei der Verbrennung der Steinkohle im Feuerraum entsteht, zurück.

Entschwefelung der Rauchgase

In einem großtechnischen Waschverfahren unter Einsatz von Kalksteinmehl werden mindestens 90 Prozent der im Rauchgas enthaltenen Schwefeldioxide „herausgewaschen“; als Endprodukt entsteht Gips, der in der Baustoffindustrie weiter verwendet wird.

„Entstickung“ der Rauchgase

Die Bildung von Stickoxiden wird durch verschiedene Primärmaßnahmen schon im Feuerraum so gering wie möglich gehalten.

Neben diesen Primärmaßnahmen wandelt die nachgeschaltete DENOX-Anlage mit einem großflächigen Katalysator Stickoxide zu Wasser und molekularem Stickstoff. 90 Prozent der Stickoxide lassen sich so aus dem Rauchgas entfernen.

Quelle: Mark-E Aktiengesellschaft, Hagen

Besucherkraftwerk

Das Kraftwerk Werdohl-Elverlingsen ist ein Besucherkraftwerk. Route berechnen.

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